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Die Essenz des Innersten

Öl aus Kürbiskernen kann jeder. Jetzt pressen experimentierfreudige Produzenten Öl aus Kernen von Erdbeeren, Himbeeren, Äpfeln, Trauben und Tomaten.

Text von Florian Holzer · Fotos von Michael Reidinger


Man könnte meinen, des Menschen Ambition liegt darin, die Welt und ihre Dinge zu verstehen. Und sie deshalb zu zerlegen, in die kleinstmöglichen Teile. Molekular, atomar und schließlich metaphysisch. Ein Antrieb, der schon kleinen Kindern zu eigen ist, den die meisten im Lauf des Erwachsenwerdens dann irgendwann einmal verliert, nicht zuletzt wegen der Erkenntnis, dass sich nicht alles, was man zerlegt hat, auch wieder schadensfrei zusammenbauen lässt. Außer Wissenschaftlern und Ölmachern, denen bleibt das erhalten. Das Wesen des Kerns erforschen und dessen Essenz gewinnen – eine Passion, könnte man sagen. Beziehungsweise Besessenheit.

Mitunter handelt es sich natürlich auch um ökonomische Notwendigkeit und gezielte Wertschöpfung. Etwa, wenn man sich überlegt, wie viele Weintrauben pro Jahr zum Zwecke der Weinherstellung geerntet werden – sehr grob geschätzt etwa 40 Millionen Tonnen –, und dass die Kerne dieser Weintrauben zum allergrößten Teil im Kompost landen. Und wenn man dann erfährt, dass es 40 Kilo Traubenkerne braucht, um einen Liter Öl daraus zu gewinnen, und dass 40 Kilo etwa der Kern-Anteil von zwei Tonnen Weintrauben sind – haben wir plötzlich ein Ergebnis von zwanzig Millionen Litern Traubenkernöl pro Jahr, überaus wertvolles Öl, das als extrem erhitzbar gilt, das zu 71% aus mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht ... Natürlich nur rein theoretisch, aber hat man diesen Gedanken einmal gefasst, wird die Idee, aus Abfall hochwertiges Öl zu pressen, plötzlich hochinteressant.

Traubenkernöl war – nicht zuletzt aufgrund der stets verfügbaren Menge – wohl auch das erste Fruchtkernöl, das den Menschen in den Sinn kam. Schon in der Antike wurde es gewonnen, entsprechend mühselig war das damals wohl, dementsprechend viel musste man für dieses Öl bezahlen, dementsprechend sagenumwoben war sein Ruf über die Jahrhunderte hinweg. Im Mittelalter wurde es von den Apothekern als Basis für edelste Salben verwendet und auch im 19. Jahrhundert entsprach ein Liter dieses Öls noch dem Gegenwert von 20 Stunden Arbeit eines Müllers, wie Franz Hartl eruierte, was die Karriere dieses Öls als Speiseöl einigermaßen verunmöglichte.

Die Kerne aus dem Presskuchen zu separieren, zu reinigen und zu trocknen, ist auch heute noch eine recht aufwändige Angelegenheit, aber durchaus im Bereich des Machbaren und – ein bisschen Marketing vorausgesetzt – wohl auch gewinnbringend durchführbar. „Eigentlich sollten alle Spitzenwinzer in Österreich edle Traubenkernöle herstellen“, überlegt Öl-Macher Franz Hartl und denkt dabei wohl an die Olivenöle, die etwa von toskanischen Weingütern zu nachgerade fantastischen Preisen nicht nur angeboten, sondern auch überaus erfolgreich an den Mann gebracht werden.

Ein enormes Business ist Traubenkernöl jedenfalls längst, wenngleich nach wie vor eher im Bereich der Kosmetikindustrie, für die Traubenkernöl im Gegensatz zu hochwertigen Speiseölen nicht kalt gepresst, sondern raffiniert wird. In Spanien etwa türmen sich die Berge der Traubenkerne da mehrere Stockwerke hoch, Sauberkeit, Geschwindigkeit und Selektion spielen bei der Raffinerie keine große Rolle, beim Speiseöl sehr wohl: Rückstände schmecken bald einmal mostig, oxidativ und unfrisch, beeinträchtigen das Geschmacksbild dieses erlesenen Öls.

Und das ist noch lange nicht der einzige – äh – Knackpunkt bei Fruchtkernölen. Aufgrund der Tatsache, dass man es hier mit dem unterschiedlichsten Pressgut zu tun hat, Nüsschen, Samen, Kerne oder Früchte, muss für jedes Öl ein komplett eigenes Verfahren entwickelt werden, bei jedem Öl geht es um die Trennung vom Fruchtfleisch, die Reinigung, die Trocknung, das Knacken der Schale und das Separieren von Pressgut und Schalenanteil, das Aufbereiten des Pressguts durch Mahlen, Erwärmen, Rösten und schließlich die Wahl der Presse – Stempelpresse erbringt ein weicheres, fülligeres, molligeres Öl mit nussigeren Noten, Schneckenpresse ein feineres Öl mit kühleren Aromen. Um sich zu beruhigen, denke er hin und wieder an das Pressen von Haselnüssen und Mandeln, gesteht Franz Hartl, „da ist alles so unglaublich einfach, wenn du erstklassige Rohware hast, presst du daraus erstklassiges Öl“.

Aber das reicht dem Öl-Macher aus Klosterneuburg eben nicht. Zum Öl gekommen sei er während seiner Studienzeit bei einem Seminar im Waldviertel, wo er es plötzlich mit Weiß-, Grau- und Blaumohnöl zu tun hatte, „zu der Zeit wusste ich noch nicht einmal, dass es drei verschiedene Mohnsorten gibt“. Nach einer Karriere beim Liberalen Forum und einer anderen Karriere als Unternehmenssprecher bei T-Mobile beschloss er, sich mit einer seiner kulinarischen Ideen, die ihm immer schon im Kopf herumschwirrten, selbstständig zu machen: ein Wasser-Thema und ein Öl-Thema standen da zur Disposition, „aber das Öl war sexyer“. Er versuchte es also mit einem Kürbiskernöl-Export in die USA und nach Japan, „aber da bin ich voll auf die Schnauze gefallen“. Das nächste Projekt, in das er sich verbiss, war das Marillenkernöl, „ich war fixiert von der Idee, aus österreichischen Marillenkernen Öl zu pressen“. Also klapperte er 2004 diverse Marillenmarmeladeerzeuger ab, „ich bin in diesem Sommer Tausende Kilometer gefahren“, schließlich hatte er 15 Tonnen Kerne beisammen. Aber was nun? Die Kerne zu knacken, war noch leicht, die Holzanteile auszusortieren indes technisch unmöglich: ähnliche Form, ähnliche Farbe, gleiches spezifisches Gewicht, optische Geräte versagten ebenso wie hydraulische. Franz Hartl und seine Freunde konstruierten ein Gerät nach dem anderen, als Modell funktionierten einige davon, in Originalgröße dann nicht mehr. „Ich habe die 15 Tonnen dann verbrannt und in dieser Zeit sehr viel über Marillenkerne gelernt“, resümiert Franz Hartl.

Mittlerweile bezieht er die Marillenkerne aus Asien und brachte inzwischen etwa zwanzig Öle auf den Markt, darunter solche Exoten wie ein grandioses Bucheckern-Öl, ein Erdmandel-Öl, ein Macadamianuss-Öl, ein Tigernussöl und eben immer wieder auch ein spektakuläres Fruchtkernöl, „ich hab mir zum Ziel gesetzt, alle zwei Jahre etwas Neues auf den Markt zu bringen – über vieles davon kann ich aber noch nicht sprechen“. Weil es natürlich nicht nur um die Idee geht, die schon einmal wesentlich ist, sondern auch um die Quelle des Pressgutes, „das Rohmaterial ist massenhaft da, aber eben nicht aufbereitet“. Für sein Tomatenkernöl gäbe es beispielsweise einen einzigen, geheim gehaltenen Betrieb, der Tomatenkerne nicht nur pressbar liefert, sondern auch frei von bitteren Kernen: „Der Teufel liegt im Detail, jede Tomatensorte besitzt einen Anteil an extrem bitteren Kernen, die das Öl sofort zerstören können.“ Das weiß man nach den ersten Versuchen, und auch, dass man beim Mitpressen eines gewissen Schalen-Anteils (für Farbe und Geschmack) aufpassen muss wie ein Haftelmacher, da es da schnell zu Verstopfungen der Anlage kommen kann, „es erfordert genaues Timing“.

Manche Öle, die früher schlicht und ergreifend unvorstellbar waren, ergeben sich dann auch aufgrund des technischen Fortschritts der Nahrungsmittelindustrie und der veränderten Bedürfnisse. Erdbeer-Öl zum Beispiel, ein Produkt aus den Rückständen der Erdbeer-Juice-Herstellung, der mittlerweile günstig und im Tetrapak abgefüllt im Supermarkt zu haben ist. Filter scheiden die winzigen, gelben Körnchen an der Oberfläche der Erdbeeren ab, und aus denen macht Franz Hartl dann Öl. Dass man auch hier exakt arbeiten muss, da die Schalen der kleinen Erdbeer-Nüsschen aufgebrochen und mitgepresst werden müssen, damit aber wiederum einen relativ hohen Anteil des kostbaren Öls unweigerlich aufsaugen, ist ein anderes Thema ...

Womit wir beim Pressen von sehr kleinen Kernen und damit bei Erwin Gegenbauer wären. Vor geraumer Zeit hatte sich der Essig-Guru ja eigentlich aus dem Öl-Geschäft zurückgezogen, „was da beim Olivenöl an Betrug, Fälscherei und Monokulturen lief, fand ich zum Kotzen“, experimentierte lieber mit Kaffeeröstung und Bierbrauen. Und weil Erwin Gegenbauer gerne Himbeeren isst, blieb ihm irgendwann einmal – wie jedem von uns – ein Himbeer-Samen in den Zähnen stecken. Er barg ihn mittels Zahnseide, betrachtete das Ding und überlegte sich, wie man dem wohl sein Öl entnehmen könnte.

Dazu kam, dass Erwin Gegenbauer die Himbeer-Trester aus seiner Essigproduktion nicht mehr an Schnapsbrenner verkaufen durfte, sondern sie als Sondermüll entsorgen hätte müssen, was ihn einerseits wütend, andererseits erfinderisch machte und ihn über acht Jahre lang ein Verfahren zur Gewinnung von Himbeerkernen entwickeln ließ. Das funktioniert im Wesentlichen so, dass der Trester in Trommeln getrocknet und mit Bürsten durch immer feinere Siebe gestrichen wird. Die winzigen Körnchen bleiben am Schluss übrig, werden dann noch einmal mittels Vibration von den feinen Härchen befreit, die das winzige Bisschen Öl sonst nämlich aufsaugen würden. Weiters entwickelt wurde ein gekühltes Pressverfahren, „damit haben wir zwar noch weniger Ausbeute, aber dafür noch höhere Qualität“. Die Ausbeute liegt übrigens bei etwa zwei Litern. Pro Tag. „Das mache ich, weil es mir so unglaubliche Freude macht“, sagt der Essig- und-Öl-Macher, „Geld verdiene ich dabei keines“. Aber dafür Ruhm: Auf der Anuga wurde Gegenbauer 2011 für sein Apfelkernöl mit dem Innovationspreis ausgezeichnet.

Öl vom Öbst

Nüsse und Samen zu Öl zu pressen ist leicht, auf diese Idee kommt man bald einmal, eine Jahrhunderte währende Tradition herrlicher Mandel-, Walnuss-, Haselnuss-, Sesam- und Mohnöle zeugt davon, von der steirischen Nationalessenz Kürbiskernöl einmal ganz zu schweigen. Das zu Öl zu pressen, was man normalerweise aber runterschluckt oder ausspuckt, Obstkerne nämlich, dazu gehört schon eine Portion Phantasie einerseits und eine noch größere Portion Erfindungsreichtum. Denn leicht machen es einem die Körndln
definitiv nicht immer.

Die A la Carte-Jury – diesmal bestehend aus Karin Schnegdar, Kulinarik-Korrespondentin der Kronen Zeitung, Dagmar Gross, Diplomsommelière und Weinmarketing-Fachfrau, Oliver Kitz, F&B-Fachmann der Casinos Austria, Kussmaul-Küchenchef
und -Patron Mario Bernatovic sowie Redakteurin Nina Kaltenbrunner, Chefredakteur Christian Grünwald und Florian Holzer von A la Carte – verkostete also Öle aus Kernen, Samen und Nüssen, die früher einmal in süßen, pikanten oder scharfen Früchten steckten, das so ziemlich elaborierteste Nebenprodukt, das man sich nur vorstellen kann. Die Verkostung der 23 Öle fand im Restaurant Kussmaul statt, Alexander Graovac sorgte für das Handling der Essenzen. 

1
Tomatenkernöl, Hartl    8,5
Ein Öl, das den Reiz des Themas besonders gut verdeutlicht: Warum Tomatenkerne mühsam separieren, sortieren, trocknen und zu Öl pressen, wenn man doch auch Olivenöl mit getrockneten Tomaten versetzen kann? Weil man es kann. Und weil eine wesentliche Essenz daraus entsteht, quasi die Seele der Tomate. „Absolut Tomate, wow“, „trocken, strohig, aber unglaublich präzise, tolles Produkt“, „säuerlich frisch, schalig, anregend“, „Pomodori secchi, sehr animierend“, „absolut fruchttypisch, Frischekick“.
100 ml € 10,90
Hartl KG, Stadtplatz 15, 3400 Klosterneuburg
www.hartls-oele.at

2
Johannisbeerkernöl, Gegenbauer     8,1
Sehr kleine Kerne von sehr kleinen, blauen, hoch-aromatischen Beeren, die schon bei Edelbrand-verkostungen immer wieder für Aha-Effekte sorgen. Wir wollen uns jetzt nicht vorstellen, wie man die kleinen Samen aus den Beeren gewinnt, um daraus Öl zu pressen, 1.000 Kilo Beeren ergeben einen Liter Öl, schreibt Erwin Gegenbauer, „schwarz, hart, grasig, streng, ein gewissermaßen logisches Aroma, faszinierend!“, „pure Frucht“, „Cassis, vornehm, balanciert“, „dunkel wie Kürbiskernöl, absolute Fruchtpräsenz, Cassis, blättrig“.
100 ml € 53,33,
Wiener Essigbrauerei Gegenbauer, Waldgasse 3, 1100 Wien
www.gegenbauer.at

3
Chilikernöl, Hartl    8,0
Okay, wir haben uns erlaubt, die Chilischote als Frucht zu deklarieren (was sie botanisch gesehen ja auch ist, wenngleich sie Kindern normalerweise nicht als tägliches Obst verabreicht wird). Dieses Öl wird aus Kernen diverser Chili-Sorten gepresst, deren Schärfegrad bis zu 20.000 Scoville geht (das ist scharf, aber es geht gerade noch). Soll heißen: Dieses Öl ist nicht nur wunderschön rot und fruchtig, sondern auch ganz schön – äh – pikant: „OKAY!“, „sehr scharf, Frucht-Schärfe-Explosion“, „starke Würze, pfeffrig-frisch, gebrannter Gummi, Tiefgang, sehr scharf“, „hot!“, „Duft von Chili, am Gaumen Paprika-Noten, dazu unglaubliche Schärfe“, „klar und transparent – witzig, aber nicht ungefährlich“. 
100 ml € 16,50
Hartl KG, Hartl KG, Stadtplatz 15, 3400 Klosterneuburg
www.hartls-oele.at

Himbeerkernöl, Gegenbauer    8,0
Saft, Sirup, Schnaps, Geist, Eis – aber Öl? Erwin Gegenbauer tut es, 850 Kilo Beeren braucht er für einen Liter, das Öl ist dementsprechend rar und teuer. „Hochinteressant, in der Nase fremdartig, Fensterkitt, Leinöl, etwas Safran, ganz hinten dann Himbeere – ein abendfüllendes Aroma-Erlebnis“, „erinnert an Leinöl, zart fruchtige Anklänge von Mango und Marille, Himbeere erst im Abgang, schön!“, „Meeresalgen, Hummer-Bisque, hinten grün, fruchtig, harmonisch, sehr spannend“, „intensives Gelb, sauber, fein, klar und
ungeheuer lang“.
100 ml € 53,33
Wiener Essigbrauerei Gegenbauer, Waldgasse 3, 1100 Wien
www.gegenbauer.at

4
Erdbeerkernöl, Hartl    7,1
Die Erdbeere, eine Frucht, bei der man erst mal nachdenken muss, wo hier überhaupt ein Kern ist. Ah ja, die winzigen, aromatischen Knusperstückchen außen dran. Das sind – erfährt man – die eigentlichen Früchte, die Verarbeitung ist aufwändig, das Ergebnis  sensationell: „Explosiv, nussig, strohig, faszinierende Aromen-Freisetzung, erinnert an Rosen“, „riecht so intensiv, dass man’s kaum für echt hält, bitter, grün, grasig, laut“, „überreife Frucht mit interessanten Aromen-Komplexen, die auch an hochreifen Rotschmier-käse erinnert“, „dunkel, opulent, füllig, getrocknete Feigen, lange“.
100 ml € 18,50
Hartl KG, Hartl KG, Stadtplatz 15, 3400 Klosterneuburg
www.hartls-oele.at

5
Marillenkernöl, Ölmühle Götzis    7,0
Ein Marillenkernöl, das im Vergleich zu anderen Testprodukten im (kühleren) Schneckenpressverfahren hergestellt wurde. „Farblos, etwas neutral, nur ganz leicht mandelig“, „fein und elegant, kühl, weniger mandelig als andere Marillenkernöle“, „feine Vanillenoten, erinnert an kalt gepresstes Sonnenblumenöl“.
100 ml € 14,–
Ölmühle Götzis, Major-Ellensohn-Straße 57, 6840 Götzis
www.oelmuehle-goetzis.at

Traubenkernöl weiß, Altmann    7,0
Traubenkernöl ist gewissermaßen das Standardprodukt unter den Fruchtkernölen, aber auch hier muss es einen Besten geben, in unserem Fall Reinhard Altmann aus Retz. Im Gegensatz zu den meisten Traubenkernölen, die sich doch recht phenolisch zeigten, ein ungeheuer präzises Öl, „extrem sauber, nussig, röstig, delikat“, „Oliv-grün, erinnert an frische Nüsse und weiße Mandeln, zart“, „harmonisch, konstant, schön“, „präsent, harmonisch, nussig und ausgewogen, sehr kompakt und dicht“.
100 ml € 7,50
Altmann Spezialöle, Wallstraße 5, 2070 Retz
www.spezialoele.at

Marillenkernöl, Hartl    7,0
Ein höchst interessantes Produkt mit einer höchst interessanten, langen Geschichte. Marillenkerne zu pressen ist hochkompliziert und wird selten gemacht, vor allem nicht im Stempelpressverfahren mit erforderlicher Röstung des Pressgutes. „Brotrinde, Roggen, kühl und Marzipan-artig. Intensiv, nussig und buttrig“, „Röstaromen, Blausäure, Dörrobst“, „harmonisch, zarter Marzipan-Ton, lang anhaltend, nuancenreich und frisch“, „getrocknete Früchte, Marille durchaus präsent, vergleichsweise leicht, elegant, fein“.
100 ml € 10,40
Hartl KG, Stadtplatz 15, 3400 Klosterneuburg
www.hartls-oele.at

6
Traubenkernöl rot, Fandler    6,8
Das „rote“ Traubenkernöl des Öl-Pioniers aus Pöllau machte im Vergleich der immerhin elf Traubenkernöle auch eine sehr gute Figur. Um welche Rebsorte es sich bei den gepressten Kernen handelt, bleibt leider ein Geheimnis. „Neutral, fein, ganz zarte Aromen grüner Nüsse, frisch und sauber“, „sehr diskret, schönes, sauberes Aroma, Nuss, Olive“, „zuerst verhalten, am Gaumen dann traubig-nussig“, „frisch, grüne Nüsse, Moos, animierende Würze“.
100 ml € 7,90
Ölmühle Fandler, Prätis 1, 8225 Pöllau
www.fandler.at

Traubenkernöl Zweigelt, Gegenbauer    6,8
Bei den reinsortigen Traubenkernölen war Erwin Gegenbauer einer der ersten, dieses Öl stammt von burgenländischen Zweigelt-Kernen: „Rotweinfass-Noten, Marzipan, rauchig, kantig, etwas rustikal“, „streng, etwas rauchig, nussig“, „etwas unharmonisch“, „getrocknete Kerne im Duft, am Gaumen recht klar“.
100 ml € 6,80
Wiener Essigbrauerei Gegenbauer, Waldgasse 3, 1100 Wien
www.gegenbauer.at

7
Traubenkernöl rot, Hartl    6,7
Franz Hartl kann auch verhältnismäßig konventionelle Öle, wie man sehen kann: Auch hier wurden Zweigelt-Kerne verpresst, „Weinkeller, Rotweinfass, Weinstein im Duft, harmonisch, kontinuierlich“, „Trester, üppiges Aroma, blumig“, „wildwürzig, etwas säuerliche Komponenten im Aroma, am Gaumen klar und ausgewogen, grünwürzige Aromen“.
100 ml € 10,40, Hartl KG, Stadtplatz 15,
3400 Klosterneuburg, www.hartls-oele.at

8
Pflaumenkernöl, Gegenbauer    6,5
Ein eher seltenes Kernöl, bei dem erwartungsgemäß das mandelige Blausäure-Aroma im Vordergrund steht: „Pure Blausäure, sehr typisch, Mandel, Marzipan, röstig – sehr exakt, aber wenig aufregend“, „Blausäure, aber wenig Körper“, „intensiver Duft nach Wildkirsche,
Marzipan, Zwetschke, hohe Viskosität“, „ausgeprägter Steinton, gut erkennbare Zwetschke, lange, aber unspektakulär“.
100 ml € 6,80
Wiener Essigbrauerei Gegenbauer, Waldgasse 3, 1100 Wien
www.gegenbauer.at

9
Apfelkernöl, Gegenbauer    6,4
Eines der speziellsten Öle, die man derzeit wohl bekommen kann und der lebendige Beweis, dass man selbst aus Apfelputzen was Tolles machen kann, wenn man nur weiß, wie: „vorerst nussig, mandelig, erinnert an Pistazien, dann plötzlich Apfel-Schalen, irrsinnig frisch und intensiv, großartiges Geschmackserlebnis“, „sehr hell, Marzipan-artig, Blausäure dominiert“, „durchsichtig, hell, leicht ranzige Mandelnote überlagert den Apfel“.
100 ml € 53,33
Wiener Essigbrauerei Gegenbauer, Waldgasse 3, 1100 Wien
www.gegenbauer.at

10
Traubenkernöl bio, Altmann    6,2
Eines der drei Traubenkernöle von Reinhard Altmann, diesmal die Bioversion: „brotig, dunkel, nussig, röstig, Trauben-frucht kommt hinterher“, „angenehm, nussig-zitronig“, „würzig, füllig, ausgewogen, leider etwas kurz“, „erdig, Waldboden-Aromen, Trockenkräuter, zarte Zitrus-Noten“.
100 ml € 8,50
Altmann Spezialöle, Wallstraße 5, 2070 Retz
www.spezialoele.at

11
Weichselkernöl, Hartl    6,1
Hin und wieder zerbeißt man unabsichtlich einen Weichselkern. Genauso schmeckt dieses Öl, „Popcorn, Mandel, geröstet, wenig Spiel, erinnert an das eher schlichte Aroma von Weichsel-Schnäpsen“, „Röstnote, schöne Frucht“, „starke Mandelnote, wirkt parfümiert, eindimensional“.
100 ml € 10,90
Hartl KG, Stadtplatz 15, 3400 Klosterneuburg
www.hartls-oele.at

12
Marillenkernöl, Hartlieb    6,0
Das nächste Marillenkernöl, jenem von Franz Hartl durchaus ähnlich (beide Marillenkernöle werden im gleichen Haus
hergestellt), allerdings mit leichten Unterschieden: „Malz, Brotrinde, Nussbutter“, „starke Röstaromen, Frucht“, „röstig, Karamell, buttrige Noten, intensiv und ausgewogen, aber kaum Frucht-typisch“.
100 ml € 7,70
Ölmühle Hartlieb, 8451 Heimschuh 107
www.hartlieb.at

13
Traubenkernöl rot, Altmann    5,6
„Neutral in Nase und am Gaumen, insofern harmonisch, sauber, kaum Frucht-Komponenten“, „leicht, angenehm, Sonnenblumenkernöl“, „zurückhaltend, zart-nussig“.
100 ml € 7,50
Altmann Spezialöle, Wallstraße 5, 2070 Retz
www.spezialoele.at

14
Traubenkernöl, Ölmühle Götzis    5,0
„Zart weinige Aromen, leichte Schärfe“, „kühl, etwas wenig Ausdruck, nussig-fruchtig“, „universell, aber schwer zu identifizieren“.
100 ml € 10,40
Ölmühle Götzis, Major-Ellensohn-Straße 57, 6840 Götzis
www.oelmuehle-goetzis.at

15
Marillenkernöl, Gegenbauer    4,9
„Eher verbrannt als röstig, Kaffee, Sojasauce, Malz“, „beinahe zu stark geröstet“, „gebrannte Mandeln, sehr dunkel, malzig, Sojasauce“.
100 ml € 6,80, Wiener Essigbrauerei
Gegenbauer, Waldgasse 3, 1100 Wien,
www.gegenbauer.at

16
Traubenkernöl Zweigelt, Hartlieb    4,6
„Neutral, hinten eine ganz feine nussige Frucht, aromatisch unspektakulär“, „Trester, rustikal“, „eindimensional, der Druck fehlt“, „getreidig; passabel, aber nicht großartig“.
100 ml € 8,90
Ölmühle Hartlieb, 8451 Heimschuh 107
www.hartlieb.at

17
Traubenkernöl bio, Fandler    4,5
„Fischig, metallisch, seltsame Weinkeller-aromatik, seltsam“, „Anchovis-Aroma, dicht, sehr intensiv“, „Sardellen, belebend, schräg“.
100 ml € 8,99
Ölmühle Fandler, Prätis 1, 8225 Pöllau
www.fandler.at

18
Traubenkernöl weiß, Fandler    4,3
„Zuerst oxidative, mostige Noten, hinten dann voll und dicht; irritierend“, „schwierig, beginnt mit Fermentationsnoten, Birnenschale, am, Gaumen uneindeutig“, „überreif, leicht ranzig, herb“.
100 ml € 7,90
Ölmühle Fandler, Prätis 1, 8225 Pöllau
www.fandler.at

19
Traubenkernöl Chardonnay, Gegenbauer    3,4
„Grob, scharf, Maische, Weinkeller“, „helles Apfelgrün, erinnert in der Nase noch an grüne Nüsse, am Gaumen verwaschen“, „ohne Tiefgang, schlicht“.
100 ml € 6,80
Wiener Essigbrauerei Gegenbauer, Waldgasse 3, 1100 Wien, 
www.gegenbauer.at