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Das goldene Wiener Herz

Man kann den Wienerinnen und Wienern ja so einiges nachsagen.  Ihre enthusiastische Liebe für ein kleines, zerbrechliches Stückchen Konditor-Kunst, das es noch dazu nur ein paar Monate im Jahr gibt,
spricht aber absolut für die Bewohner dieser Stadt.


Text von Florian Holzer · Fotos von Arnold Pöschl

Es sitzt zur Rechten des Punschkrapferls, Seite an Seite mit Pariserspitz und Marzipankartoffel. Das Maroniherz. Mythen umranken das filigrane Gebilde aus fein pürierter Edelkastanienmasse im dünnen Schokolademantel, nur ganz kurz haltbar sei es, heißt es, nur im Herbst und wenn es kalt sei, könne man sie machen. Mit dem Ergebnis, dass in Wien um dieses ganz spezielle Confiserie-Produkt eine Art Kult entstand, dass die ganz persönlichen Favoriten nur ungern verraten werden, dass Konkurrenzprodukte a priori verachtet und abgelehnt werden, dass man alle Tricks und unerlaubten Techniken anwendet, um ihrer habhaft zu werden. Denn ein Geheimnis ihres Erfolges ist fraglos die Verknappung – Maroniherzen werden in Wien zwar von fast jeder Konditorei hergestellt, aber eben nur in relativ geringer Menge. Mit dem Effekt, dass sie sogar vormittags schon einmal aus sein können oder dass man – wie etwa bei der Wiener Traditions-
Confiserie Altmann & Kühne, die das Spiel offenbar besonders gut
beherrscht – auch mal drei Tage auf die Verfügbarkeit warten muss.
Das ist der Stoff, aus dem Legenden sind.
Woher das Maroniherz stammt, liegt im Dunkeln der Confiserie-Geschichte begraben, dürfte aber wohl einen gewissen Ursprung in Frankreich und Norditalien besitzen, wo Kastanien-Konfekt spätestens seit dem 17. Jahrhundert beliebt ist und über die Jahrhunderte hinweg eine gewisse Kultivierung erfuhr (vgl. „Marron glacé“). Die Maroni zu pürieren und in Schokolade zu tunken, wirkt in seiner Methodik dann zwar doch schon recht Wienerisch, und Markus Weiß, Backstubenleiter der Konditorei
Sluka am Wiener Rathausplatz meint auf die Frage, seit wann sich Maroniherzen im Sortiment befinden: „Seit immer.“ Die Basis des Maroni­herzes, das gesüßte Maronipüree, wurde nachgewiesenermaßen aber schon am Hof von Cesare und Lucrezia Borgia serviert, fand von dort unter der Bezeichnung „Mont Blanc“ seinen Weg an den französischen Hof und vermochte sich in weiterer Folge über Ungarn und Rumänien, wo man den süßen Edelkastanienbrei sehr schätzt, bis nach Japan durchzuschlagen. Auch in Österreich hatte der „Kastanienreis mit Schlag“ ja seine starken Zeiten,
zumindest in den 60er und 70er Jahren, heute findet man ihn nur mehr selten auf den Karten. Die Maroniherzen allerdings blieben.
Und entwickelten eine beachtliche Vielfalt hinsichtlich Form, Farbe und vor allem ihrer Herstellungs-weise. Konkret können zwei verschiedene Gattungen von Maroniherzen festgemacht werden, einerseits die mit Maronimasse gefüllten Schokolade-Hohlkörper, andererseits geformte Maronicreme-Kerne, die mit Schokolade umhüllt werden. Wobei man auch hier zwischen den „Übergossenen“ und den „Getunkten“ unterscheiden sollte, die Letzteren stellen allerdings die Königsklasse unter den Maroniherzen dar, da nur sie den durch die abtropfende Schokoladeglasur entstehenden frechen Spitz aufweisen – der unmissverständliche Hinweis auf die filigrane, zerbrechliche Natur dieser Kreation.

Weitere Variationsmöglichkeiten bietet noch die Art der Hülle – von preisgünstiger und leicht zu verarbeitender, aber wenig charmanter Fettglasur (Pflanzenfett, Zucker und ein bisschen Kakao für die Farbe) bis anspruchsvolle Schokoladekuvertüre, Hohlformen in Milchschokolade- oder Bitterschokolade-Ausführung – sowie der Einsatz von Vanille und Rum zur Aromatisierung der Fülle. Und dann natürlich die Fülle selbst, die Maronimasse.
Die ist der springende Punkt des Maroniherzes, hier wird zwischen Handwerk und Massenware entschieden, hier definieren sich Qualität und Stil. Denn das qualitative Spektrum ist denkbar groß, es gibt konkret ebenso mittelmäßiges wie köstliches Kastanienpüree, ebenso billiges wie kostspieliges. Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, das Püree selbst herzustellen, aus den ganzen Kastanien, was in Konditor-Kreisen allerdings als gefährlicher Wahnsinn gilt und dementsprechend selten gemacht wird. Von Cassandra Hasewend und Harald Adamec zum Beispiel, die die Fülle für ihre mächtigen, kinderfaustgroßen Maroniherzen eigenhändig aus gekochten und geschälten Edelkastanien fertigen. Oder von Markus Weiß, der dafür italienische Kastanien der Sorte „Secca“ nimmt. Zehn Leute stehen da dann von 8 Uhr früh bis 14 Uhr in der Sluka-Konditorei, um zwei 60-Kilo-Säcke Kastanien zu kochen, sie auszuhöhlen und die Masse zu faschieren. Ergebnis eines 60-Kilo-Sacks seien 36 Kilo Maroni, sagt Weiß, „nur 60 Prozent, und von denen sind ein gutes Drittel unbrauchbar, weil die Sorte Secca zwar sehr gut, aber halt auch anfällig ist“. Nicht zuletzt deshalb, aber natürlich auch wegen der aufwendigen Herstellung werden bei Sluka pro Tag nur an die hundert Stück Maroniherz hergestellt. Um die dann klarerweise ein entsprechendes G’riss herrscht.

Der Maroniherz-Guru aber ist zweifellos Wolf Dietmar Eibensteiner,
seine Maroni waren über Jahre hinweg quasi der Inbegriff dieser Süßspeise, seine über vier Monate hindurch täglich produzierten Kleinchargen finden ihren Weg in fast alle Süßwarengeschäfte Wiens und zu Konditorei-Kollegen, die sich die Arbeit selbst nicht antun wollen. Jahreszeitliche Schwerpunkte sind Eibensteiner schon seit Anbeginn seiner Patisserie-Karriere Anfang der 80er Jahre wichtig, und der Herbst steht eben ganz im Zeichen der Maroni. Schließlich bezieht er die Rohware ab September direkt und frisch aus Italien – beginnend in Sizilien, dem Reifeverlauf ­folgend über Kampanien bis in den italienischen ­Norden. Gekocht und geschält wird manuell, „das ist zwar unendlich mühsam, aber Maschinen können einfach nicht feststellen, ob eine Maroni stinkt oder nicht“. Und so sehr vertraut Eibensteiner der Köstlichkeit seiner Edelkastanien, dass in seine Fülle außer Zucker nichts hineinkommt. Das macht sie nicht nur auffallend hell, es sorgt auch für das wahrhaftige, puristische Maroni-Erlebnis.
Dem traut Christian Kaplan aus Bad Tatzmannsdorf nicht so ganz, er mischt die Farce für seine Schokolade mit Kastanienfüllung lieber mit ein bisschen Nougat ab, „wegen des schönen Schmelzes und damit’s nicht so staubt“. Was man ein bisschen bedauern könnte, denn die Maroni, mit denen Christian Kaplan seine Schokoladen füllt, sind wirklich besondere: Sie stammen aus dem Mittelburgenland und werden dort von einem Verein, der sich „d’Kästen-klauba“ nennt, seit einigen Jahren wieder gesammelt und vor allem auf ein für Gastronomie und Patisserie zu verarbeitendes Niveau gebracht.

Das Projekt begann vor zwanzig Jahren, erzählt Stefan Pichler, Klostermarienberger, Lehrer und einer der Hauptprotagonisten des Vereins, als die burgenländische Landesausstellung in Klostermarienberg stattfand und sich Familie Pichler dachte, dass man da doch ein kulinarisches Rahmenprogramm machen könnte, das sich mit dem einstigen Hauptprodukt der Region befasste: dem „Brot der Armen“, der Kastanie. Daraus entstand in weiterer Folge nicht nur das so genannte „Kastanienfest“, das heuer zum 22. Mal am 26. Oktober abgehalten und bei dem an die 400 Kilo Kastanien in allen nur denkbaren Formen verzehrt werden. Sondern eben auch der Verein, der sich einerseits um die Wiederbelebung der Kastanien­ernte, die Entwicklung von Kastanien-Produkten und die Schaffung technischer Voraussetzungen zur Weiterverarbeitung kümmert, andererseits um den Erhalt der bis zu 350 Jahre alten Baumriesen und deren touristische Nutzung.
Herta und Stefan Pichler erforschten und bereisten Europas Kastanien-Zentren, besorgten eine Schäl-Maschine, ein Trocknungsaggregat, eine Sortiermaschine und entwickelten ein Gerät, in dem die Kastanien gedämpft statt gekocht werden, „damit die Inhaltsstoffe erhalten bleiben“. Ein eindrucksvoller Aufwand, der langsam dazu führt, dass sich die Leute der Gegend wieder ein bisschen mit der stacheligen Baumfrucht befassen, sie sammeln, sie zu den Kästenklaubern bringen – 3.000 bis 6.000 Kilo, je nach Jahr. Das Entfernen der innersten Schale („die Kastanie hat drei Schalen, und auch nachdem sie aus der stacheligen Schale ist, machen die beiden anderen Schalen immer noch ein Drittel des Gewichts aus“, Stefan Pichler betreibt damit eine Hackschnitzelheizung) erledigen aber nach wie vor sieben bis acht Frauen per Hand. „Ein Kilo geschälte Kastanien braucht eine bis eineinhalb Arbeitsstunden – es ist längst kein billiges Produkt mehr.“
Aber ein köstliches, eines, das nach seiner Jahreszeit, dem Herbst, schmeckt. Und das man in weiterer Folge zu Maroniherzen verarbeiten kann und damit einen Beitrag zur Schönheit der Welt leistet. —

d’Kästnklauba, Wiesengasse 9, 7444 Mannersdorf an der Rabnitz, Klostermarienberg, Tel.: 0650/666 81 70, www.kastanienfest.at

Maroni, Stein & Eisen bricht

Sind Schokomaroni und Maroniherzen ein Thema, das ­eine groß angelegte Verkostung rechtfertigen würden? Ist es mit Rum parfümierte und in Schokolade getunkte Kastanienmasse wert, blind verkostet zu werden? Interessiert sich überhaupt noch irgendwer für diese vom Hauch der 60er Jahr benetzte Retro-Praline? Ganz offenbar, denn sehr viel später als um 11 Uhr vormittags sollte man nicht versuchen, Maroniherzen einzukaufen, zumindest in Wien, man wird ein „leider aus“ hören.

Maroniherzen gehören zu den ganz wenigen Protagonisten der klassischen Wiener Confiserie, die es nur saisonal gibt, normalerweise von September bis in den Winter, und wie bei vielen anderen saisonalen Produkten – ohne die Schoko­maroni hier nun mit der Alba-Trüffel vergleichen zu wollen, aber zumindest mit Spargel oder Matjes – herrscht zunehmende, leicht ins Hysterische tendierende Nachfrage nach dem sympathischen Stückchen mit dem Goldene-Zeiten-Appeal. Man könnte gewissermaßen von einem Hype sprechen.

Die A la Carte-Jury – diesmal bestehend aus Nina Kaltenbrunner, Chefin vom Dienst, Chefredakteur Christian Grünwald, Tian-Patissier Thomas Scheiblhofer, einer der besten des Landes, sowie Autor Florian Holzer – verkostete 17 Maroniherzen, Maroni-Spitze, Schokomaroni sowie eine mit Maroni gefüllte, handgeschöpfte Schokolade. Hergestellt wurden die Maroni in Wien, Gars, Bad Tatzmannsdorf und Steyr, und zwar sowohl manuell als auch von der Maschine.
Verkostet wurde wie immer blind, Ort der Maroni-Degustation war das Schwarze Kameel.

1
Maroniherz Sluka    9,6
Wertungen über 9,5 haben wir bei den A la Carte-Verkostungen extrem selten. Wertungen in diesen Punktebereichen zeugen von hoher Übereinstimmung aller Jury-Mitglieder, dass es sich hier um ein Produkt handelt, das allen qualitativen Ansprüchen gerecht wird, schön aussieht, gut gearbeitet wurde und außerdem großen Spaß macht. Genauso könnte man die Schokomaroni der Wiener Traditions-Konditorei Sluka bezeichnen: extrem dünn gebaut, in Bitterschokolade getunkt und mit Milchschokolade-Fuß versehen. „Optik 100 Punkte, extrem fein, ein Hauch von Rum, lockere Fülle“, „perfekte Konsistenz, optisch sehr ansprechend, ideales Verhältnis von Schokolade und Maroni“, „toll!, sehr elegant“, „Füllung sehr fein und fluffig, sexy; Milchschokolade überflüssig“.
Rathausplatz 8, 1010 Wien
Tel.: 01/405 71 72
www.sluka.at
€ 3,10,–/Stk.

2
Maroniherz Demel    8,7
Auf Platz zwei gleich der nächste ehemalige k. u. k. Hoflieferant. Auch hier ein handwerkliches Meisterwerk, was Formung und Schokoladeüberguss betrifft, „handwerklich perfekt, alles sehr dezent, Schokolade, Rum und Maroni extrem subtil und fein, köstliche Fülle“, „handwerklich, tolle Konsistenz, nussig, cremig, leicht“, „Maroni pur, Schokolade in der Rolle der guten Verpackung, frisch“, „handwerklich sehr gut, klassischer Spitz, geschmacklich zart, ­wenig Zucker, viel Maroni“.
Kohlmarkt 14, 1010 Wien
Tel.: 01/535 17 17
www.demel.com
€ 2,50/Stk.

3
Maroniherz Fruth    8,6
Eduard Fruth ist maronimäßig gewissermaßen der Herausforderer. Fruth ist Meister der französischen Patisserie und versteht wirklich viel von Schokolade, bleibt in seinen Kreationen aber auch der Wiener Tradition immer treu. Seine Maroniherzen sind ein Inbegriff von Maroniherz-Schönheit, „wunderschöne Optik, perfekter Spitz, Schokolade etwas dominant, aber Fülle extrem sexy, Marzipan-Anteil?“,
„optimale Form und Größe, Harmonie, angenehme Schokolade, Füllung Maroni-definiert, aber nicht bitter“, „klassisch, hat man gerne auf der Zunge; Vanille?“, „sehr schöne Form, dünner Überzug, Fülle sehr cremig, allerdings wenig Maroni“.
Wiedner Hauptstraße 114, 1040 Wien
Tel.: 0676/952 28 80
www.fruth.at
€ 2,–/Stk.

4
Maroniherz
Zum Schwarzen Kameel    8,1
Ein fantastisches Ergebnis der Kameel-Patisserie: „Sehr ‚handgemacht‘, unregelmäßig, angenehm deutlicher Maronigeschmack in der Fülle, etwas viel Rum, will man aufessen“, „schöne Form, tolle Konsistenz, allerdings zu viel Alkohol und gewöhnliche Schokolade“, „viel Alkohol, sehr knackige Glasur“, „Füllung fein, geschmacklich super, extrem dünner Überzug, klassisch, tolles Handwerk“.
Bognergasse 5, 1010 Wien
Tel.: 01/533 81 2
www.kameel.at
€ 2,50/Stk.

5
Maroniherz Confiserie Eibensteiner    8
Wolf Dietmar Eibensteiner ist so etwas wie der Maroniherz-Guru, selbst von Mitbewerbern werden seine Maroni als „die besten“ bezeichnet. Der Aufwand, den
Eibensteiner betreibt, ist enorm: Keine fertige Maroni-Masse, die Fülle wird selbst aus frischen Maroni hergestellt. „Flach, sehr helle Fülle, kein Rum, hochwertig und extrem interessant, eine Spur zu süß; Nachgeschmack: Maroni!“, „Maroni pur, eher trockene Masse, sehr dünner Schokoüberzug, insgesamt sehr schön“, „Konsistenz der Fülle etwas kris­se­lig, aber gut; dünne Glasur, sehr süß“, „Glasur spröde, Maronifülle ist sehr gut, süß und etwas trocken, fast zu trocken“.
Lobenhauerngasse 25, 1170 Wien
Tel.: 01/486 41 56
www.liliput.at
€ 2,60/Stk.

6
Schokolade mit Kastanienfüllung,
Kaplan am Kurpark    7,5
Ein Sonderfall: Wir haben keine maronigefüllten Schokoladen oder klassischen Pralinen verkostet – bis auf diese. Und zwar, weil man bei Kaplan in Bad Tatzmannsdorf Maronipüree aus dem Mittelburgenland verwendet – allerdings nicht pur, sondern
vermischt mit Nougat. Was gut schmeckt, der mittelburgenländischen Kastanie aber zweifellos aromatische Deutlichkeit raubt. „Nougat sehr präsent, Maroni eigentlich nur von der Konsistenz her zu bemerken, sehr schöne Schokolade-Kreation“, „schöne Schokolade, wenig Maroni“, „Nougat“, „durch Nougat schon recht süß, aber okay, anderes Produkt“.
7431 Bad Tatzmannsdorf
Tel.: 03353/254 76
www.kaplanamkurpark.at
€ 3,30/Stk.

7
Maroniherz, Heiner    7
Die nächste k. u. k. Hofzuckerbäckerei, deren Maroniherzen ebenfalls eine große Fangemeinde haben. „Am Band übergossene Maronifülle, etwas dicke Schokolade, Ma­roni dezent, fast neutral“, „auf den ersten Blick hübsch, bei genauerer Betrachtung etwas plump, zurückhaltend“, „guter Kompromiss aus Handwerk und maschinell unterstützter Fertigung, harmonisch und dezent“.
Simmeringer Hauptstraße 423, 1110 Wien
Tel.: 01/769 68 58
www.heiner.co.at
€ 2,40/Stk.

8
Maroniherz Adamec    6,9
Eine der puristischsten Konditoreien des Landes, verkauft wird praktisch direkt von der Fertigung weg. Das Besondere an den Adamec-Maroniherzen ist einerseits die Größe, andererseits die selbst hergestellte Fülle. „Mächtiges Stück, schwer, enorm viel Maroni drin, guter Überzug, locker-seidige Fülle, Rum etwas dominant“, „viel Fülle, viel Rum, schön cremig, gutes Schoko-Maroni-Verhältnis“, „Rum und Maroni deutlich vorhanden, schöne, zarte Füllung, etwas mächtig in der Optik, aber geschmacklich überzeugend“.
Nußdorfer Straße 49, 1090 Wien,
€ 3,–/Stk.

9
Maronispitz Ehrenberger    6,5
Die Maronispitze sind nicht die Produkt-Ikonen der
Familie Ehrenberger, das sind die so genannten „Mohnzutzler“. Aber auch auf mit Schokolade überzogene Kastanienmasse versteht sich der Garser Traditionsbetrieb, „sehr handwerkliche Anmutung, cremige, lockere Maronifülle, kein Rum, gutes Produkt“, „hübsch, am ­Anfang etwas zu süß, wenig Kontraste“, „gute Füllung, etwas zu süß“, „optisch schön, Füllung fest, aber luftig genug; Fettglasur, Überzug könnte besser sein“.
Dreifaltigkeitsplatz 55, 3571 Gars/Kamp
Tel.: 02985/224 10
www.mohnzuzler.at
€ 1,85/Stk.

10
Maroni, Altmann & Kühne    6
Die für ihre Liliput-Konfekte berühmte Confiserie macht bei ihren Maroni eine Ausnahme: Die sind nämlich groß. „Dünn, elegant, feine Haptik, passable Schokolade, ­allerdings dominiert in der Fülle der Rum“, „knackig, elegant, Maroni nicht zu schmecken“, „Schokoladeüberzug ungleichmäßig und zu dick, Fülle dunkel, ­deutliches Inländer-Rum-Aroma“.
Am Graben 30, 1010 Wien
Tel.: 01/533 09 27
www.altmann-kuehne.at
€ 2,90/Stk.

11
Maroniherz Oberlaa    5,5
Bei den Maroniherzen der Konditorei Oberlaa handelt es sich um mit Maroni-Farce gefüllte Schokoladeformen, „optisch schön, Schokolade dominiert, Rum und Zucker; professionell gearbeitet, guter Standard“, „wirkt sehr stark aromatisiert, wie eine Praline, wenig Maroni; gute Form, wenig Charme“, „kaum Maroni, sehr prägnante Schokolade“, „aromatisch eher beim Rum, Füllung weich und zart, aber nur wenig Maroni-Aroma“.
Neuer Markt 16, 1010 Wien
www.oberlaa-wien.at
€ 2,80/Stk.

12
Aida Maroniherz, dunkel    5,4
Ein Maroniherz, nach dem man kein Abendessen mehr braucht – die Aida-Versionen sind wirklich auf der mächtigen Seite zu Hause. „Etwas unelegant, old school, massiv; mehr Rum als Maroni in der Fülle“, „erinnert stark an Schokobanane, Fülle etwas herb, sehr süß, viel Alkohol – retro“, „Verwandtschaft zur Schokobanane, klassische Kombination“, „gefüllter Schokolade-Hohlkörper, Füllung eher Mousse als Püree“.
Schönthalergasse 1, 1210 Wien
Tel.: 01/258 26 11-0
www.aida.at
€ 2,90/Stk.

13
Maroniherz,
Gregors Konditorei    5
Ebenfalls handwerklich und mit Ambition hergestellt, hier hat sich aber die offensichtliche Natürlichkeit der Fülle ein bisschen als Handicap herausgestellt: „Optik top, aber irgendwie muffig, unfrisch; ­schade“, „Schokolade etwas aufdringlich, Fülle irgendwie fehlerhaft“, „wirkt nicht ganz frisch“, „Form klassisch und schön, ­geschmacklich aber grob, unfrisch“.
Schönbrunner Straße 42, 1050 Wien
www.gregors-konditorei.at
€ 1,90/Stk.

14
Schoko Maroni, Heindl    4,9
In Großserie, allerdings täglich frisch und ohne Konservierungsmittel hergestellte Schokomaroni, die sowohl in der Confiserie-Schachtel als auch stückweise verkauft werden. „Mürbe, eine Art Maroni-Konfekt, sehr süß, Maroni aber durchaus präsent“, „sehr süß, etwas mehlig, typischer Maroni-Geschmack“, „deutliche Maroni-Aromen, Fülle-Hülle-Verhältnis ist gut“, „etwas trocken und pappig, Rum recht subtil eingesetzt; Fülle etwas sehr fest, fast wie mit Stärke gebunden“.
Willendorfer Gasse 2–8, 1230 Wien
www.heindl.co.at
€ 6,90/14 Stk.

15
Maroniherz, Brückner    4,5
Die Konditorei Brückner in Steyr ist berühmt für ihre Torten-Kreationen, bei den Maroniherzen verfolgt man eine recht puristische Linie, „riesige Herzform, Fülle recht natürlich, nahezu ungesüßt, etwas rustikal“, „sehr pastöse Fülle, gekochte Maroni, herb, kaum Süße, wenig elegant“, „gute Fülle, sehr natürlich; wirkt insgesamt ausgewogen“, „Überzug zerbröselt, Füllung sehr fest, ohne Zucker, rustikal – aber Ma­roni ist hier definitiv vorhanden“.
Haratzmüller Straße 4, 4400 Steyr
Tel.: 07252/520 15
www.cafe-brueckner.stadtausstellung.at
€ 2,–/Stk.

16
Aida Maroniherz, hell    4,2
Eine extravagante Version der Aida-Maroni, nämlich mit Milchschokolade-Hohlkörper. „Hardcore, enorme Masse, süß, geil“, „sehr süß, sehr cremig, viel Schlagobers, Kastanienreis-Assoziation“, „füllig, Milchschokolade unpassend“, „sehr groß, zu süß, Fülle mit Obers aufgeschlagen, wirkt aromatisiert“.
Schönthalergasse 1, 1210 Wien,
Tel.: 01/258 26 11-0
www.aida.at
€ 2,90/Stk.

17
Schoko Maroni, Pischinger     2,1
Eher schon im Bereich der maronigefüllten Praline, die Stücke sind klein, maschinell gefertigt und preislich auch sehr günstig. „Pralinen-Optik, harte Schokolade, Rum, Christbaumschmuck“, „viel zu dicke Schokolade, Alkohol, Industrie“, „Industrie-Praline, Fülle erinnert eher an billiges Marzipan“, „wuchtiger Überzug, keine Ma­roni feststellbar, viel Alkohol“.
Willendorfer Gasse 2–8, 1230 Wien
Tel.: 01/66 72 11 00,
heindl.co.at
€ 3,90/10 Stk.